Roulette Regeln einfach erklärt — Ablauf, Wetten und Auszahlungen
Wie eine Roulette-Runde abläuft, welche Wetten es gibt, was sie auszahlen und warum die europäische Variante immer der amerikanischen vorzuziehen ist.
Geprüft von der Casinokeller-Redaktion · Redaktionelle Richtlinien

Roulette hat weniger Regeln als fast jedes andere Casinospiel — und trotzdem verlieren die meisten Spieler mehr als nötig, weil sie den falschen Kessel wählen oder Wetten mit schlechterem Erwartungswert setzen. Dieser Guide erklärt die Regeln in der Reihenfolge, in der sie am Tisch tatsächlich relevant werden.
Der Ablauf einer Runde. Der Dealer öffnet das Setzfenster, die Spieler platzieren ihre Chips auf dem Tableau, der Dealer wirft die Kugel und ruft „Rien ne va plus" — ab da sind keine Einsätze mehr erlaubt. Die Kugel fällt in ein Fach, der Dealer markiert die Gewinnzahl mit dem Dolly, räumt Verlustwetten ab und zahlt Gewinne aus. Erst danach dürfen Chips vom Tableau genommen werden.
Der Kessel: 37 oder 38 Fächer. Europäisches Roulette hat 37 Fächer (0 bis 36), amerikanisches Roulette 38 (zusätzlich eine Doppelnull). Diese eine Zusatzzahl verdoppelt den Hausvorteil fast: 2,70 % europäisch gegen 5,26 % amerikanisch. Es gibt keine Situation, in der amerikanisches Roulette die bessere Wahl ist.
Innenwetten und ihre Auszahlungen. Plein (eine Zahl) zahlt 35:1. Cheval (zwei Zahlen) 17:1. Transversale (drei Zahlen) 11:1. Carré (vier Zahlen) 8:1. Sixain (sechs Zahlen) 5:1. Alle Innenwetten haben denselben Hausvorteil von 2,70 % — die Auszahlungsquote ist immer so gesetzt, dass exakt eine Zahl fehlt.
Außenwetten und ihre Auszahlungen. Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade und 1–18/19–36 zahlen 1:1 mit einer Trefferwahrscheinlichkeit von 18/37 = 48,65 %. Dutzende und Kolonnen zahlen 2:1 bei 12/37 = 32,43 %. Auch hier: identischer Hausvorteil, nur andere Varianz.
La Partage und En Prison. Manche europäischen Tische geben bei einer Null die Hälfte des Einsatzes auf einfache Chancen zurück (La Partage) oder sperren den Einsatz für eine Runde (En Prison). Das halbiert den Hausvorteil auf einfachen Chancen auf 1,35 % — der mathematisch beste Roulette-Tisch, den es gibt. Steht in den Tischregeln, nicht im Marketing.
Warum Systeme die Regeln nicht aushebeln. Jeder Wurf ist unabhängig. Kein Setzmuster verändert die 2,70 %. Warum Martingale, Fibonacci und Co. mathematisch scheitern, rechnen wir im Artikel Roulette-Systeme: die mathematische Wahrheit durch.
Wahrscheinlichkeiten auf einen Blick. Eine vollständige Übersicht aller Wetten mit Trefferwahrscheinlichkeit, Auszahlung und erwartetem Verlust pro 100 € findest du in unserer Roulette-Wahrscheinlichkeiten-Tabelle. Mit dem Hausvorteil-Rechner kannst du den erwarteten Stundenverlust für dein eigenes Einsatzniveau berechnen.
Fazit. Die Regeln sind in fünf Minuten gelernt. Was wirklich zählt: europäischer Kessel, wenn möglich mit La Partage, keine Systemwetten und ein Budget, das du vor der ersten Runde festlegst. Alles andere ist Unterhaltung mit bekanntem Preis.
