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Regulierung2026-04-22 · 9 Min.

Glücksspielgesetze in Deutschland und seinen Bundesländern

Vom Glücksspielstaatsvertrag bis zu landesrechtlichen Sonderwegen: Was in welchem Bundesland gilt.

Geprüft von der Casinokeller-Redaktion · Redaktionelle Richtlinien

Glücksspielgesetze in Deutschland und seinen Bundesländern

Deutschland hat eines der komplexesten Glücksspielregime Europas. Der Bund gibt einen Rahmen vor — die Detailregelungen liegen aber bei den 16 Bundesländern.

Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021): Seit dem 1. Juli 2021 sind virtuelle Automatenspiele und Online-Poker bundesweit erlaubt — unter strengen Auflagen wie 1-Euro-Einsatzlimit pro Spin, 1.000-Euro-Monatslimit pro Anbieter und obligatorischer OASIS-Sperrdatei.

Online-Casino-Spiele (Tisch- und Live-Spiele): Hier liegt die Zuständigkeit bei den Ländern. Schleswig-Holstein hat ein eigenes Lizenzregime, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen vergeben Konzessionen für Online-Casinos. Andere Länder (z.B. Bayern) prüfen noch.

Spielbanken: Stationäre Spielbanken sind Ländersache. Je nach Bundesland werden sie staatlich (z.B. Hamburg, Berlin) oder privat (z.B. Bayern: Spielbanken Bayern GmbH) betrieben.

Spielhallen: Auch hier gilt Landesrecht. Mindestabstände zwischen Spielhallen, Sperrzeiten und Erlaubnisverfahren unterscheiden sich erheblich — von vergleichsweise liberal (Schleswig-Holstein) bis sehr restriktiv (Berlin, Bremen).

Sportwetten: Bundeseinheitlich über die GGL lizenziert. Aktuell gibt es über 30 konzessionierte Anbieter.

Lotterien: Staatliches Monopol über den Deutschen Lotto- und Totoblock; Zweitlotterien sind in Deutschland nicht zulässig.

GGL Halle: Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder ist seit 2023 die zentrale Aufsicht für Online-Glücksspiel und führt eine öffentliche Whitelist legaler Anbieter.

Wichtig: Spielen Sie nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Die Whitelist der GGL ist die zuverlässigste Quelle.